Unsere Projekte 2020 - Bitte helfen Sie mit!

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe,

im vergangenen Jahr konnten wir auf einen zusätzlichen Spendenaufruf aufgrund unserer finanziellen Situation erfreulicherweise verzichten. Im Jahr 2020 haben wir aber nun endlich wieder unsere Stelle für Gemeindepädagogik besetzen können und dadurch deutlich höhere Kosten zu stemmen. Dennoch haben wir uns für die Einstellung entschieden, denn ohne eine lebendige Gemeindearbeit werden wir uns mittelfristig selbst abwickeln können – und das möchten wir natürlich nicht. Darum setzen wir auf Ihre freundliche Unterstützung bei der Finanzierung unserer Gemeindearbeit. Denn etwa 70% aller Gemeindeglieder zahlen aus unterschiedlichen Gründen keine Kirchensteuer. Dem möchten wir nicht durch ein obligatorisches Kirchgeld begegnen, sondern durch diesen Aufruf zu einer freiwilligen Spende.

Denn unsere lebendige Gemeindearbeit lebt nicht nur von der Zeitspende vieler Ehrenamtlicher, sondern braucht auch viele Menschen, die unsere Gemeinde finanziell unterstützen. Nur durch solch freiwilliges finanzielles Engagement können wir die Qualität unserer Arbeit, die Vielfalt unserer Angebote und die dafür notwendigen Arbeitsplätze in unserer Gemeinde auch für die Zukunft sichern.

Gerne möchten wir Ihnen nun einige der Arbeitsbereiche und Aufgaben vorstellen, für die wir Sie in diesem Jahr um finanzielle Unterstützung bitten:

(1) Diakonie vor Ort

Immer wieder stehen Menschen an der Tür unserer Kirchen und bitten um Hilfe. Der Verlust des Arbeitsplatzes. Eine Trennung oder Scheidung. Eine Krankheit. Immer wieder geraten Menschen unverschuldet in Lebenssituationen, die so nicht vorhergesehen werden können. Und sie geraten damit dann schnell auch in finanzielle Schwierigkeiten. Sei es die Rechnung der Versicherung, die defekte Waschmaschine, der zu klein gewordene Schulranzen oder die Geschenke für die Kindergeburtstage, zu denen die eigenen Kinder eingeladen werden. Wer ins soziale Abseits geraten ist, kann solche Ausgaben oftmals nicht tätigen. Weil das Geld für diese besonderen Ausgaben einfach nicht reicht. Für solche akuten Situationen gibt es die Diakonie vor Ort, welche niemanden, der bedürftig ist, zurücklässt. Bitte helfen Sie uns, als Kirche vor Ort auch mit unmittelbaren Geldleistungen, sei es als einmaliger Zuschuss oder regelmäßige Hilfe, schnell und unbürokratisch helfen zu können, damit wir die Menschen, die an unserer Tür klingeln nicht "im Regen stehen lassen müssen".

(2) Jugendarbeit in unserer Gemeinde

Zum 01.03.2020 konnten wir nach mehrjähriger Vakanz endlich wieder eine Mitarbeiterin einstellen, die sich intensiv um die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinde kümmern kann. Sie wird die Projektgruppe „Bauwagen“ betreuen, Gemeindekreise besuchen und junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Projekten hoffentlich eng an unsere Gemeinde binden können. Ein besonderes Anliegen ist es, die vielen jungen Familien in den Neubaugebieten unserer Gemeinde aufzusuchen und über die Angebote der Gemeinde zu informieren und mit ihnen zusammen für sie passende Angebote zu entwickeln. Wie wäre es zum Beispiel mit einem monatlichen Kindergottesdienst auf dem Spielplatz am Indemann? Wir können unsere Mitarbeiterin mit 15 h/Woche einstellen – wissen aber auch, dass dies nur dann langfristig möglich ist, wenn für diese Arbeit entsprechende Einnahmen generiert werden können. Und dabei können Sie uns helfen. Wenn jedes Gemeindeglied 15,- € im Jahr spenden würde, wäre diese Stelle gesichert. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich an diesen Kosten beteiligen könnten. Uns ist diese Arbeit sehr wichtig, denn wir möchten gerne jungen Menschen vermitteln, dass unsere Kirchengemeinde ein Ort ist, an dem sie Gemeinschaft erleben können, und an dem sie auf der Suche nach Werten für ihr Leben begleitet werden.

(3) Diakonie in der Welt: Spende statt Kollekte

Von Mitte März bis Mitte Mai konnten wir Corona-bedingt keine Gottesdienste feiern. Neben fehlender Gemeinschaft konnten wir in dieser Zeit auch keine Kollekten einsammeln. Viele Projekte auf der ganzen Welt hätten wir in dieser Zeit unterstützen wollen. Unser Presbyterium hat beschlossen, die Projekte, für die wir keine Kollekte einsammeln konnten, trotzdem zu fördern. 50,- EUR wollen wir pro Sonntag ohne Gottesdienst zur Verfügung stellen – und 11 Gottesdienste sind ausgefallen. Wir hoffen, dass Sie uns dabei helfen können – und vielleicht einen Teil dessen, was Sie sonst in unseren Klingelbeutel geworfen hätten uns in diesem Jahr spenden könnten. Ihre Gabe würde helfen, dass die in der Corona-Krise ohnehin schon besonders betroffenen Menschen und Projekte nicht noch zusätzlich benachteiligt werden. Es wäre ein wunderbares Zeichen der Solidarität, wenn wir gemeinsam zeigen: wir lassen euch in diesen schweren Zeiten nicht allein, wir stehen auch weiter an eurer Seite. Bitte helfen Sie mit!

(4) Diakonie in der Welt: Patenschaftsprojekt Kenitra/Marokko: "Vivre l’Espoir"

Im vergangenen Jahr hat unser Presbyterium beschlossen, mit Kollekten und zusätzlichen Spenden ein besonderes Patenschaftsprojekt unserer Partnerkirche in Marokko mit monatlich gut 190,- € zu unterstützen. Die Hauptfluchtwege in Afrika Richtung Europa führen über Marokko. Der Weg nach Europa für die Flüchtlinge wird aber von der Europäischen Union blockiert. Viele von ihnen verlieren ihr Leben bereits auf dem Weg durch die Wüste, bevor sie in Marokko ankommen, ein Teil stirbt danach im Mittelmeer oder verblutet an den Grenzzäunen von Ceuta und Melilla.

Auch die Anzahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge nimmt immer mehr zu, und sie werden immer jünger. Eltern verkaufen oftmals das wenige, was sie besitzen, um zumindest einem Kind die Flucht zu ermöglichen, in der Hoffnung, dass es irgendwo in der Welt gut leben und von dort aus die Familie unterstützen kann. In Oujda haben evangelische und katholische Kirche gemeinsam eine Anlaufstelle für diese jungen Menschen geschaffen: Das Projekt „Vivre l’Espoir“ – Hoffnung leben. Für die, die sich entschieden haben in Marokko zu bleiben, versucht das Team von „Vivre l’Espoir“ Ausbildungsplätze zu finden. In Zusammenarbeit mit der Organisation Don Bosco wird pro Jahr zehn Jugendlichen angeboten, Elektriker zu werden, die Solaranlagen bauen können. Unterbringung und Verpflegung sowie Schulgeld kosten 194,- € pro Jugendlichem und Monat. Wir haben die Patenschaft für einen Ausbildungsplatz übernommen und hoffen, dass Sie uns dabei finanziell unterstützen können, damit zumindest dieser eine Mensch nicht den gefährlichen Weg über das Mittelmeer riskieren muss.

Mit diesen und vielen anderen Aufgaben und Projekten gibt es also auch im Jahr 2020 viel zu tun, damit unsere Gemeinde gute und wichtige Arbeit umsetzen kann. Daher möchten wir Sie bitten, uns, nach Ihren Möglichkeiten, finanziell zu unterstützen. Wenn Sie sich für eine Spende entscheiden, vermerken Sie bitte auf dem im Gemeindebrief eingehefteten Überweisungsschein die Nummer des von Ihnen gewählten Projektes. Falls Sie keine Nummer eintragen, verwenden wir Ihre Spende dort, wo der Bedarf am größten ist. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt aus. Da uns nicht immer alle Daten vorliegen, hilft es unserer Verwaltung sehr, wenn Sie zusätzlich Ihre Adresse beim Verwendungszweck notieren. Natürlich können Sie auch gerne online überweisen. Übertragen Sie dazu die notwendigen Daten unserer Bankverbindung:

IBAN: DE97 3955 0110 1200 1670 45; BIC: SDUEDE33XXX; Sparkasse Düren

Wir danken Ihnen herzlich für jede Spende, egal ob klein oder groß. Je mehr Menschen sich durch einen kleinen zusätzlichen Betrag an der Finanzierung unserer Arbeit beteiligen, umso mehr können wir gemeinsam für alle erreichen! Ihre Reaktionen auf unsere Bitten um Unterstützung in den vergangenen Jahren machen uns immer wieder Mut: gemeinsam werden wir es schaffen, dass unsere Gemeinde weiterhin für viele Menschen eine geschätzte Begegnungsstätte bleibt, in der Gespräche, Glauben und die gemeinsame Suche nach Gott einen festen Ort haben. Für Ihre Unterstützung und Verbundenheit mit unserer Gemeinde sei Ihnen an dieser Stelle ganz ausdrücklich gedankt!

Bleiben Sie behütet! Mit herzlichen Segenswünschen grüßen Sie
Pfarrer Daniel Müller Thór und Annette Wefing (Finanzkirchmeisterin)