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Herzlich Willkommen bei der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe

Liebe Gemeindeglieder, 

wir befinden uns inmitten einer Pandemie, die uns zunehmend frustriert, ratlos macht. Hilflos schauen wir auf Inzidenzzahlen, nehmen Beschränkungen hin, möchten manchmal widersprechen und gehen den langen und steinigen Weg doch mit, um uns und andere vor einer Corona-Erkrankung zu schützen. Aber es zehrt an unseren Kräften und was uns sonst Halt geben könnte, Begegnungen, Umarmungen, etwas GEMEINSAM durchstehen – gerade das ist uns genommen und widerspricht fundamental menschlicher Existenz. Allein die Aussicht auf baldige Impfung erscheint wie ein Silberstreif am Horizont. 

Mangel an Begegnung, Mangel an so Vielem in diesen Tagen. Gelingt es uns als Kirche, gelingt es uns, als Ihrer Gemeinde diesem Mangel Worte zu verleihen, inmitten aller Sprachlosigkeit? 

Einen Weg alleine gehen müssen – das ist so hart, es ist eine existentielle Herausforderung. Einen Weg alleine gehen müssen – da denke ich an Jesus am Karfreitag. Allein muss er den Weg hinauf nach Golgatha gehen. Er sieht keinen Silberstreif am Horizont, sondern weiß um seine Hinrichtung und die grausamen Stunden, die vor ihm liegen. Alle Hoffnung hat ihn verlassen. Sein Gebet, dass dieser Kelch an ihm vorübergehen möge, wurde nicht erhört. Alle Hoffnung hat ihn verlassen. Ihm bleibt nur sein Glaube an Gott und die Gewissheit, dass Gottes Hände ihn tragen werden, irgendwie. Sein letztes, wichtigstes Gebet wird nicht erhört – und doch gibt er seinen Glauben nicht auf. Geht mit Gott den letzten Gang. So scheint es.

Wir wissen, wie die Geschichte weitergeht. Mit Jesus proklamiert Gott den endgültigen Sieg des Lebens über den Tod. Wir erinnern uns daran mit zwei wundervollen Bildern: zum einen sprechen wir davon, wie der Stein vor dem Grab weggerollt wurde. Der Stein ist weg, das Grab ist leer! Und Jubel erfüllt unsere Herzen – und diesen Jubel kann auch die einsamste Einsamkeit nicht zum Verstummen bringen. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. So hallt es in meinem Herzen wider. Und bricht sich Bahn.

Zum Zeichen dieses Sieges entzünden wir an Ostern die Osterkerze und tragen sie mit den Worten in die Kirche: „Jesus Christus, Licht der Welt“. Das zweite starke Bild: die Osterkerze als sichtbares Symbol des Lebenssieges. Und die schwer auszuhaltende Sprachlosigkeit, die Einsamkeit, die Sorge haben nicht das letzte Wort. Denn das letzte Wort hat Gott. Und auch wenn wir es Ihnen in diesem Jahr nicht in der Kirche persönlich zusagen können, gilt es dennoch:

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!!

Möge rund um dieses stilles Osterfest 2021 diese Zuversicht Ihr Herz erfüllen und allem Kummer, aller Sorge, aller Sprachlosigkeit Einhalt gebieten. Denn als Christinnen und Christen leben wir aus der Hoffnung, in der Hoffnung und auf Hoffnung hin. Tod, Zerbrochenheit, Einsamkeit haben NICHT das letzte Wort. Und vielleicht geht es uns ja so, wie den Jüngern, die Jesus nach der Auferstehung begegnen. „Brannte nicht unser Herz, als wir ihm begegneten?“ Ja, möge unser Herz brennen voller Freude, trotz allem, schon heute, auch in diesem Jahr.

So möge Gott Sie segnen und behüten und Ihr Herz mit österlicher Freude erfüllen. Denn das Grab ist leer. Das Leben hat über den Tod gesiegt. Gott sei Dank!

Ihr Pfr. Daniel Müller Thór

 

Der Gemeindebrief

Die Gemeinde in Schrift und Bild
Der Gemeindebrief stellt eine feste Institution innerhalb der Gemeinde dar und fasst Geschehnisse wie auch Ausblicke neben Kontaktadressen, Ansprechpersonen und weiteren Informationen quartalsweise zusammen. Dieser wird dann von tatkräftigen Helfern frei Haus ausgetragen.

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